Dienstag, 25. September 2012

Wow, was für ein Brot!

Heute isses mal etwas länger geworden ;-)
Vielleicht habt ihr schon gemerkt, dass ich eine kleine Schwäche für selbstgebackene Brote habe ;-)
...Ja ich liebe selbstgebackene Brote in allen möglichen Variationen.
Ein richtig gutes Vollkornbrot, vergleichbar mit einem z.B. bei Al....ra gekauft, das ist schon eine kleine Herausforderung. Ich tüftle daran schon seit meiner Jugend ;-) Mein lieber Gatte hat schon den ein oder anderen "Backstein" mit mir probieren müssen ;-) . Letzte Woche habe ich mal wieder eines der "alten" Rezepte rausgekramt.
Irgendwie war es mir danach...Kürbis...Süppchen...frisch gebackenes Brot...braucht es mehr?
Also, mal wieder ein Backfermentbrot angesetzt, am Freitag! Samstag meinte dann mein lieber Gatte "das wird doch nix mit dem Brot oder?". Ich guter Dinge, ich weiß ja, dass der Vorteig in den ersten Tagen nicht wirklich aussieht, als könnte man daraus mal ein Brot backen. Gestern, also Montag habe ich mich dann, nachdem der Vorteig nur ganz wenig geblubbert hat, dazu entschieden mit ein wenig Hefe nachzuhelfen. Das war genau richtig, das Brot ist super geworden. Es ist locker, nicht trocken, hat eine tolle Kruste und krümelt nicht beim Schneiden...und es schmeckt sooo lecker...


Diesmal war das wirklich sehr unkompliziert, der Vorteig braucht wenig Beachtung, steht allerdings ca. 2 1/2 Tage rum. Ich habe ihn in einer Schüssel mit Deckel in den Backofen gestellt. Ab und zu habe ich diesen dann für ein paar Minuten auf 50° C gestellt. Und, obwohl ich die vorgegebenen Temperaturen für Backfermentbrote (mind. 24° C) nicht über die ganze Zeit einhalten konnte, hat´s doch super geklappt.
Hier habe ich auch noch das Rezept für euch...übrigens, Backferment gibt es im Bioladen oder im Reformhaus, auch als kleine Päckchen.

Vielleicht klingt das jetzt erst mal ziehmlich kompliziert, ist aber wirklich ganz einfach, braucht eben nur ein bissel länger ;-)

Backfermentbrot (gesamte Zutaten)
500 g Roggenvollkornmehl
600 g Dinkel-oder Weizenvollkornmehl
100 g Weizenmehl 1050
150 g Leinsaamen, 250 ml kochendes Wasser
1 Packung Backferment
2 Eßl. flüssiger Honig
1 Würfel Hefe
4 Teel Meersalz
750 ml Wasser

Vorteig
(ca. 2 1/2 Tage vor dem Backen)
250 g Roggenvollkornmehl
2 Eßl. flüssiger Honig
1 Packung Backferment
500 ml lauwarems Wasser
->alles gut verrühren und in einer Schüssel mit Deckel ca. 48 Stunden stehen lassen.

Mindestens 14 Stunden vor dem Backen
250 g Roggenvollkornmehl
150 ml lauwarmes Wasser
-> in den Vorteig einrühren, gut mischen und wieder abgedeckt ca. 12 stunden stehen lassen.

Für den Brotteig ca. 2-3 Stunden vor dem Backen
150 g Leinsaamen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt 1 Stunde quellen lassen

nach 1 Stunde
-die Hefe in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen
-das Salz mit dem restlichen Mehl vermischen
-die aufgelöste Hefe, den gequollenen Leinsaamen und das restliche Mehl
zu dem Vorteig geben und gut unterkneten (ich habe einen Handrührer mit Knethaken benutzt).
Der Teig klebt sehr, von Hand läßt sich das meiner Meinung nach nicht gut kneten.

Den fertigen Teig in zwei große, gut gefettete Kastenformen einfüllen und glattstreichen (max. 2/3 befüllen),
mit einem Tuch abdecken und an einem möglichst warmen Ort aufgehen lassen. Der Teig sollte sich mindestens 1/3 vergrößern. Den Backofen auf
200° C vorheizen und eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden stellen. Die Brote werden 1 Stunde auf der untersten Schiene gebacken und bleiben dann noch 15 min. im ausgeschalteten Ofen stehen. Brote aus der Form nehmen und rundherum mit Wasser bestreichen. Die Brote sollten erst am nächsten Tag angeschnitten werden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstag.
Liebe Grüße Martina

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